How to Oper

Die Ausstattung

Jessica Maier Mittwoch, 17. Februar 2021 von Jessica Maier

Was gehört alles zur “Ausstattung” einer Inszenierung?

Können Sie sich vorstellen, dass jemand anderes Ihnen vorschreibt, welche Uhr Sie am Handgelenk zu tragen haben? In welchen Farben Sie sich kleiden und welchen Sekt Sie trinken?
Genau das gehört zur Aufgabe der Ausstattung, natürlich alles nur im Rahmen der Produktion. Auf, um, neben, über und unter den Darsteller*innen gelten oft die Spielregeln der Ausstattung, die sehr eng mit der Regie zusammenarbeitet. In großen Häusern ist die Ausstattung nur der Oberbegriff für viele verschiedene Berufe: Bühnenbildner*in, Requisiteur*in, Maskenbildner*in, Kostümbildner*in… Sie alle arbeiten zusammen an einem stimmigen Gesamtbild für die Inszenierung. Im Opernloft vereint häufig eine Person mehrere dieser Jobs, macht also zum Beispiel zusätzlich zur Requisite auch das Kostümbild. Das ist natürlich herausfordernd, aber auch spannend und an manchen Stellen vielleicht sogar angenehmer, wenn Feinabstimmungen nur in der eigenen Hand liegen.

Darüber hinaus ist ein*e Ausstatter*in bei uns auch nie auf sich allein gestellt: Er/Sie muss das Bühnenbild nicht selbst zusammen hämmern oder jede Requisite selbst besorgen. Abgesehen von fähigen Techniker*innen und Kooperationen mit auswärtigen Werkstätten wird der Ausstattung auch von anderen Mitarbeiter*innen assistiert. Wobei man sagen muss, dass wir bereits Ausstatter*innen erlebt haben, die Requisite, Maske, Kostüm und Bühnenbild quasi im Alleingang stemmten. Eigentlich liegt der Fokus ja auf der Planung und der Verbildlichung des festgelegten Konzepts. Eine sehr kreative Arbeit, die aber auch viel mit Recherche und Organisation einhergeht. Welche Kleidung trägt man 2020, als Kind oder als Geschäftsfrau? Welches Bühnenbild repräsentiert Chaos, welches schafft mehr Nähe zum Publikum?

Passend zu unseren Event-Opern überbrücken wir gerne den Abstand zwischen Sänger*innen und Publikum mit einem kreativen Bühnenbild. Die einzelnen Komponenten können dabei eine sehr greifbare Szene darstellen wie Abends im Casino oder zu Mittag in der Pizzeria. Oder aber man spielt abstrakt mit Formen wie überdimensional großen Buchstaben. Und je nachdem wie die Darsteller*innen die Formen bespielen, verkörpern diese einen anderen Ort - Dann ist derselbe Würfel ein Kissen, ein Tisch und ein Stuhl. Ein Bühnenbild muss nicht immer einen äußeren Eindruck wiedergeben. Oft zeigt es uns auch das Innenleben einer Figur mit wilden Lichteffekten in einem sterilen, kalten Raum. Will man die Welt naturgetreu darstellen oder sie neu erfinden? Tatsächlich sind die Möglichkeiten und Methoden fast grenzenlos: Bühnenmalerei, Projektionen, Laufschriften, Möbel, Deko, Kissen, Stangen, Würfel, gekauft, entworfen, recycelt - hauptsache bespielbar.

Kleinteiliger wird es dann bei den Requisiten. Deshalb müssen sie auch sorgfältig dokumentiert und gelagert werden. Requisiten sollten nie verloren gehen, weil sie A) oft teuer oder B) manchmal nur geliehen oder C) meist nicht so schnell zu besorgen oder herzustellen sind. Deswegen gehört es auch dazu zu wissen, wie Gegenstände gepflegt und repariert oder teilweise auch selbst hergestellt werden. Achtung vor Bastelpapier! Denn die Requisiten dürfen im Theater nie leicht entflammbar sein. Deswegen gibt es spezielle Legierungen und Sprays, um jede Gefahr auszuschließen. Die Planung der Requisiten geht Hand in Hand mit den Proben und muss dementsprechend auch immer mal angepasst werden. Zum Beispiel können Kissen mit mehr Federn präpariert werden, damit sie beim Spielen schöner fliegen. Oder man merkt vielleicht erst bei richtigem Licht, dass die Uhr einer Sängerin die Zuschauer*innen blendet. Dann muss sich die Ausstattung auch mal von Requisiten verabschieden.

Wie bei dieser Uhr können sich Kostüme und Requisiten überschneiden. Trotzdem zählen hier auch wieder andere Überlegungen: Können die Sänger*innen in dieser Kleidung spielen? Ist das Kleid zu kurz oder die Hose zu eng? Das Kostüm unterstützt zum Einen das Schauspiel-Gefühl. Die Darsteller*innen schlüpfen buchstäblich in eine andere Rolle. Vielleicht kennen Sie das Selbstbewusstsein, dass Sie in einem Sakko oder einem Blazer empfinden. Aber die Unterstützung geht nicht nur nach innen, sondern auch nach außen. Denn zum Anderen prägt Kleidung auch das Erscheinungsbild gegenüber der Zuschauer*innen. Mode kann ein Spiegel der Zeit sein oder einen Typ Menschen oder Charakterzüge vermitteln. Wie im echten Leben können die Zuschauer*innen Aussagen über die Kostüme machen, sich Theorien über die Charaktere ausmalen, sie dann während der Aufführung verwerfen oder bestätigen lassen. Manchmal müssen sich Darsteller*innen während einer Aufführung mehrmals rasend schnell umziehen, was bei der Kleiderwahl auch unbedingt zu beachten ist. Niemand möchte in unter 90 Sekunden etwas auf- und zuschnüren, groß knöpfen und wickeln.

Manchmal müssen sich Sänger*innen während dieser “Blitzumzüge” auch schnell den vorher mühevoll aufgetragenen Lippenstift wegwischen. Die Maske kümmert sich um Frisur und Make-up der Darsteller*innen. Maskenbildner können Menschen verjüngen und altern lassen, ihnen einen anderen Charakter geben oder sie in Fantasiewesen verwandeln. Außerdem ist die Maske elementar wichtig, damit man die Mimik auch auf dem hintersten Platz im Saal und bei Scheinwerferlicht gut sieht.

Sie werden gemerkt haben, dass die Arbeit der Ausstattung unfassbar vielseitig und kreativ ist. Sie prägt das große Gesamtbild auf der Bühne und füllt den Raum auf und abseits der Bühne. Aber damit man überhaupt irgendetwas sieht, fehlt unserer Inszenierung noch die wichtige “TE”! Was es damit auf sich hat, erfahren Sie im nächsten Blogbeitrag!

Die großen Gebiete der Ausstattung sind Bühnenbild, Kostüm, Maske und Requisite. Sie unterstützen Zuschauer*innen und Darsteller*innen im Spiel und die Inszenierung in der Optik.

Kleinteiliger wird es dann bei den Requisiten. Deshalb müssen sie auch sorgfältig dokumentiert und gelagert werden. Requisiten sollten nie verloren gehen, weil sie A) oft teuer oder B) manchmal nur geliehen oder C) meist nicht so schnell zu besorgen oder herzustellen sind. Deswegen gehört es auch dazu zu wissen, wie Gegenstände gepflegt und repariert oder teilweise auch selbst hergestellt werden. Achtung vor Bastelpapier! Denn die Requisiten dürfen im Theater nie leicht entflammbar sein. Deswegen gibt es spezielle Legierungen und Sprays, um jede Gefahr auszuschließen. Die Planung der Requisiten geht Hand in Hand mit den Proben und muss dementsprechend auch immer mal angepasst werden. Zum Beispiel können Kissen mit mehr Federn präpariert werden, damit sie beim Spielen schöner fliegen. Oder man merkt vielleicht erst bei richtigem Licht, dass die Uhr einer Sängerin die Zuschauer*innen blendet. Dann muss sich die Ausstattung auch mal von Requisiten verabschieden.

Wie bei dieser Uhr können sich Kostüme und Requisiten überschneiden. Trotzdem zählen hier auch wieder andere Überlegungen: Können die Sänger*innen in dieser Kleidung spielen? Ist das Kleid zu kurz oder die Hose zu eng? Das Kostüm unterstützt zum Einen das Schauspiel-Gefühl. Die Darsteller*innen schlüpfen buchstäblich in eine andere Rolle. Vielleicht kennen Sie das Selbstbewusstsein, dass Sie in einem Sakko oder einem Blazer empfinden. Aber die Unterstützung geht nicht nur nach innen, sondern auch nach außen. Denn zum Anderen prägt Kleidung auch das Erscheinungsbild gegenüber der Zuschauer*innen. Mode kann ein Spiegel der Zeit sein oder einen Typ Menschen oder Charakterzüge vermitteln. Wie im echten Leben können die Zuschauer*innen Aussagen über die Kostüme machen, sich Theorien über die Charaktere ausmalen, sie dann während der Aufführung verwerfen oder bestätigen lassen. Manchmal müssen sich Darsteller*innen während einer Aufführung mehrmals rasend schnell umziehen, was bei der Kleiderwahl auch unbedingt zu beachten ist. Niemand möchte in unter 90 Sekunden etwas auf- und zuschnüren, groß knöpfen und wickeln.

Manchmal müssen sich Sänger*innen während dieser “Blitzumzüge” auch schnell den vorher mühevoll aufgetragenen Lippenstift wegwischen. Die Maske kümmert sich um Frisur und Make-up der Darsteller*innen. Maskenbildner können Menschen verjüngen und altern lassen, ihnen einen anderen Charakter geben oder sie in Fantasiewesen verwandeln. Außerdem ist die Maske elementar wichtig, damit man die Mimik auch auf dem hintersten Platz im Saal und bei Scheinwerferlicht gut sieht.

Sie werden gemerkt haben, dass die Arbeit der Ausstattung unfassbar vielseitig und kreativ ist. Sie prägt das große Gesamtbild auf der Bühne und füllt den Raum auf und abseits der Bühne. Aber damit man überhaupt irgendetwas sieht, fehlt unserer Inszenierung noch die wichtige “TE”! Was es damit auf sich hat, erfahren Sie im nächsten Blogbeitrag!

Die großen Gebiete der Ausstattung sind Bühnenbild, Kostüm, Maske und Requisite. Sie unterstützen Zuschauer*innen und Darsteller*innen im Spiel und die Inszenierung in der Optik.

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