Ein Jahr Corona

Opernloft Donnerstag, 11. März 2021 von Opernloft

8 März 2020 - Opern-Slam zum Internationalen Frauentag 2020. Hätte uns jemand an diesem Abend gesagt, dass wir vorerst zum letzten Mal vor vollem Haus spielen, wir hätten nur mit dem Kopf geschüttelt!

Aber dann ging alles ganz schnell. Am 11. März wurden Großveranstaltungen, also alle Veranstaltungen und Events mit mehr als 1000 Zuschauer*innen in Hamburg verboten. Und schon zwei Tage später war auch für uns klar: Das Opernloft muss erst einmal schließen. Die Hauptprobe von Semiramis konnten wir gerade noch so über die Bühne bringen und danach noch einmal ausgelassen mit allen Beteiligten feiern, wusste doch zu diesem Zeitpunkt noch niemand, was da eigentlich auf uns zurollte. Die beiden Vorstellungen von Don Giovanni am 14. und 15. März waren die ersten, die der Corona-Schließung zum Opfer fielen - und es sollten noch viele weitere folgen.

Bis zum 30 Juni befanden wir uns in einer Zwangspause - so lange mussten Theater geschlossen bleiben. Dann konnten wir mit einer Neuaufstellung loslegen: Was für Formate wären nach dem Sommer wieder möglich? Viele viele Zuschauer*innen können wir in den Saal lassen? Und ganz wichtig: Funktioniert unser wochenlang durchdachtes und erprobtes Hygienekonzept? Wir starteten mit den Proben für "Spuk auf Steuerbord" - dank der Besetzung eines auch im echten Leben liierten Paares konnten wir “ganz normal” inszenieren (später sollten uns die gebotenen Abstände auf der Bühne noch Kopfzerbrechen bereiten…)

Wie ein Abend der Befreiung dann die Premiere der neuen Krimioper am 19. September! Endlich wieder offen! Dachten wir zumindest. Denn nur sechs Wochen später, am 31. Oktober, ging erneut die vorerst letzte Vorstellung über die Bühne - wieder ein Opern-Slam, diesmal zu Halloween. Ob uns das zu denken geben sollte…?

Zusammengefasst hatten wir in den letzten 12 Monaten nur 6 Wochen lang geöffnet. Und um ganz ehrlich zu sein: Das nagt an uns. Wir vermissen unser Theater, unsere Künstler*innen und vor allem vermissen wir Sie: unser Publikum!

Dennoch wollen wir heute nicht nur Trübsal blasen und haben deshalb im Team gesammelt, was denn eigentlich noch alles im letzten Jahr passiert ist. Was haben wir Schönes erlebt? Was haben wir gelernt? Was können wir als Opernloft-Team aus diesem Jahr mitnehmen, und wie konnten wir gemeinsam an der Corona-Krise wachsen?

Vor allem haben wir viel gelernt. Und das in allen möglichen Bereichen! Von neuen Marketingstrategien über Organisation von Arbeitsabläufen im Homeoffice bis hin zu professionellem Videoschnitt. Alle Mitarbeiter*innen konnten sich in den letzten 12 Monaten mithilfe von Online-Kursen und Webinaren weiterbilden und so neues Wissen und Fähigkeiten erlangen.

Das war auch nötig, denn wir mussten uns mit der Schließung zahlreichen neuen Herausforderungen stellen: Wie bringen wir unsere Produktionen auch jetzt noch zu unseren Zuschauer*innen? Was brauchen wir an Know-How und Technik für einen Live-Stream? Viele von uns waren und sind im Homeoffice - wie kommuniziert man da am besten, wie können wir hier im Team zusammenarbeiten? Mit der Zeit haben wir auch gemerkt: Wir fehlen uns! Seitdem freuen wir uns besonders auf unsere großen Teammeetings - auch wenn diese weiterhin nur über den Bildschirm stattfinden. Wir sind als Team noch enger zusammengewachsen und haben gelernt, dass wir uns auch anders begegnen und Kontakt halten können. Aber: Wir alle freuen uns auch schon auf den nächsten Kaffeeplausch in der Büro-Küche!

Im letzten Jahr haben wir alle eines ganz besonders gelernt: Noch flexibler zu werden! Wie oft haben wir den Spielplan neu geplant und wieder abgesagt und wieder neu geplant und… Wir haben gelernt, mit der aktuellen, für uns höchst unsicheren - und unplanbaren - Situation umzugehen. Wir lassen den Kopf nicht hängen, sondern planen einfach die nächsten Termine im Juni!

Eines der größten Highlights für uns im letzten Jahr: Freja Sandkamm wird der Theaterpreis Hamburg - Rolf Mares für ihre Violetta in unserer "La Traviata" verliehen. Wir sind unglaublich stolz! Für uns mit am wichtigsten im letzten halben Jahr war, dass der Theaterbetrieb hinter den Kulissen nicht mehr still stehen musste. Mit “Orpheus in der Unterwelt” und “Faust” wir konnten zwei weitere Produktionen proben und haben diese nun “in der Schublade”. Wir sind bereit für den (zweiten) Neustart!

Das Schönste, das wir aus dem letzte Jahr mitnehmen ist aber: Wir durften erfahren, dass wir uns auf Sie, unser Publikum, verlassen können! Sie standen in alle den Monaten hinter uns, haben uns jede erneute Umbuchungen verziehen und warten mit uns geduldig auf neue Spieltermine. Dank Ihrer Spenden konnten und können wir all unseren Künstler*innen Ausfallhonorare zahlen. Und dank ihrer stetig bei uns eingehenden Aufmunterungen und Vermissens-Bekundungen verlieren wir nicht den Mut und die Motivation, unser Theater hoffentlich bald wieder öffnen zu können!

Dennoch wollen wir heute nicht nur Trübsal blasen und haben deshalb im Team gesammelt, was denn eigentlich noch alles im letzten Jahr passiert ist. Was haben wir Schönes erlebt? Was haben wir gelernt? Was können wir als Opernloft-Team aus diesem Jahr mitnehmen, und wie konnten wir gemeinsam an der Corona-Krise wachsen?

Vor allem haben wir viel gelernt. Und das in allen möglichen Bereichen! Von neuen Marketingstrategien über Organisation von Arbeitsabläufen im Homeoffice bis hin zu professionellem Videoschnitt. Alle Mitarbeiter*innen konnten sich in den letzten 12 Monaten mithilfe von Online-Kursen und Webinaren weiterbilden und so neues Wissen und Fähigkeiten erlangen.

Das war auch nötig, denn wir mussten uns mit der Schließung zahlreichen neuen Herausforderungen stellen: Wie bringen wir unsere Produktionen auch jetzt noch zu unseren Zuschauer*innen? Was brauchen wir an Know-How und Technik für einen Live-Stream? Viele von uns waren und sind im Homeoffice - wie kommuniziert man da am besten, wie können wir hier im Team zusammenarbeiten? Mit der Zeit haben wir auch gemerkt: Wir fehlen uns! Seitdem freuen wir uns besonders auf unsere großen Teammeetings - auch wenn diese weiterhin nur über den Bildschirm stattfinden. Wir sind als Team noch enger zusammengewachsen und haben gelernt, dass wir uns auch anders begegnen und Kontakt halten können. Aber: Wir alle freuen uns auch schon auf den nächsten Kaffeeplausch in der Büro-Küche!

Im letzten Jahr haben wir alle eines ganz besonders gelernt: Noch flexibler zu werden! Wie oft haben wir den Spielplan neu geplant und wieder abgesagt und wieder neu geplant und… Wir haben gelernt, mit der aktuellen, für uns höchst unsicheren - und unplanbaren - Situation umzugehen. Wir lassen den Kopf nicht hängen, sondern planen einfach die nächsten Termine im Juni!

Eines der größten Highlights für uns im letzten Jahr: Freja Sandkamm wird der Theaterpreis Hamburg - Rolf Mares für ihre Violetta in unserer "La Traviata" verliehen. Wir sind unglaublich stolz! Für uns mit am wichtigsten im letzten halben Jahr war, dass der Theaterbetrieb hinter den Kulissen nicht mehr still stehen musste. Mit “Orpheus in der Unterwelt” und “Faust” wir konnten zwei weitere Produktionen proben und haben diese nun “in der Schublade”. Wir sind bereit für den (zweiten) Neustart!

Das Schönste, das wir aus dem letzte Jahr mitnehmen ist aber: Wir durften erfahren, dass wir uns auf Sie, unser Publikum, verlassen können! Sie standen in alle den Monaten hinter uns, haben uns jede erneute Umbuchungen verziehen und warten mit uns geduldig auf neue Spieltermine. Dank Ihrer Spenden konnten und können wir all unseren Künstler*innen Ausfallhonorare zahlen. Und dank ihrer stetig bei uns eingehenden Aufmunterungen und Vermissens-Bekundungen verlieren wir nicht den Mut und die Motivation, unser Theater hoffentlich bald wieder öffnen zu können!

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