Rückblick: Mein FSJ im Opernloft

Laura Runn Montag, 17. August 2020 von Laura Runn

Ich beende mein FSJ Kultur im Opernloft mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Ich freue mich auf alles, was jetzt kommt und bin glücklich darüber, dass ich hier so viel erleben durfte und mich selber ausprobieren konnte. Aber ich bin auch traurig darüber, zu gehen und das alles irgendwie hinter mir zu lassen. Vor Allem finde ich es schade, dass ich meine Regieassistenz bei Semiramis nicht mehr zuende bringen konnte und wünsche allen Beteiligten, dass sie bald eine schöne Premiere feiern können, falls ich es nicht schaffen sollte vorbeizukommen.

Ich habe in dem Jahr so viel Kultur erlebt und auch selber geschaffen. Selbst jetzt in den letzten Monaten habe ich viel über die Arbeit im Hintergrund gelernt und meine Fähigkeiten weiterhin verbessern können. Ich kann nur allen, die noch nicht genau wissen, wo es sie nach dem Abschluss hintreibt raten, ein freiwilliges soziales Jahr in der Kultur zu absolvieren. Es gibt einem die Möglichkeit sich neu zu entdecken und die eigenen Gedanken und Wünsche zu ordnen. Besonders Opern sind leider in unserer Gesellschaft nicht mehr so weit verbreitet, deshalb nutzt diese Chance, die ihr vielleicht nicht wieder kriegt.

Wenn ich das freiwillige kulturelle Jahr nicht gemacht hätte, wären mir diese ganzen wundervollen Erfahrungen entgangen:

Schon in den ersten Tagen wurde ich zu einem festen Bestandteil des Teams. Wir sind in der zweiten Woche sogar gemeinsam ins Spielcasino gefahren, um für La Traviata zu recherchieren. Mein erster Ausflug mit dem Opernloft-Team.

Ein paar Wochen später haben wir nach einer Probe den Geburtstag unserer Pianistin und musikalischen Leitung Amy gefeiert. Das komplette Don Giovanni-Ensemble saß mit etwas Kuchen und einem Glas Sekt auf unserer Terrasse. Im Anschluss sind wir weiter in eine Bar gezogen und haben dort den Abend gemeinsam ausklingen lassen.

Kurz danach wurde die Lieblingslieder Lounge, das Konzept für die Solo-Konzertabende in unserem Bistro, wieder aufgenommen. Dabei durfte ich zusammen mit einem Auszubildenden die Gastronomie und Gestaltung des Abends übernehmen.

Bei meiner zweiten Regieassistenz habe ich sogar meine eigene Schülerpraktikantin betreut. Sie hat hauptsächlich den Produktionsprozess begleitet und mit mir zusammen die Aufgaben der Regieassistenz erledigt. Ich bin sehr stolz darauf, dass ich ihr einen Einblick in das breite Berufsfeld am Theater geben konnte.

Am Tag vor der Schließung aller kulturellen Einrichtungen bin ich noch zusammen mit dem Semiramis-Ensemble essen gegangen, um den Geburtstag der Sopranistin Eloise zu feiern. Es war ein wunderschöner gemeinsamer Ausklang des Abends und auch der gemeinsamen Produktion. Und im Nachhinein war es auch ein schönes, vorerst letztes Treffen während meiner Zeit im FSJ.

Im letzten Jahr ist mir bewusst geworden, wie gerne ich organisiere und auch im Hintergrund des Theaters stehe. Ich mag die Bühne, aber muss nicht unbedingt immer selber darauf stehen. Mein nächstes Ziel habe ich erst in diesem Jahr gefunden: Ich werde Kulturwissenschaften studieren. Und freue mich auf viele weitere spannende Jahre in der Kulturszene. Aber eins ist klar: Das Opernloft mit all seinen Mitarbeiter*innen bleibt immer ein Teil von mir!

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