Die PREMIERE unserer Barockoper Semiramis - Wie geht Karriere kann leider erst nach der Coronavirus-Krise herauskommen und ist daher auf unbestimmte zeit verschoben.

Eine wichtige Position in einem weltweit agierendem Unternehmen soll besetzt werden. Fünf Bewerber*innen werden zu einem Assessment-Center eingeladen. Dabei handelt es sich um einen über zwei Tage laufenden Auswahlprozess, in dem sie ihre Fähigkeiten und Qualifikationen unter Beweis stellen müssen.

Vor der Tür, hinter der sich entscheiden wird, wer den Job bekommt und wer enttäuscht nach Hause gehen muss, treffen , Sam (Semiramis), Katharina, Stefanie, Nils und Stefan aufeinander und lernen sich langsam besser kennen.

Schnell wird klar, dass nicht alle dieselben Chancen auf den erstrebenswerten Job haben.

Das verstärkt die Konkurrenz zwischen den Bewerber*Innen noch mehr und ihr Kampfgeist wird geweckt. Doch was sie auch versuchen - das seltsame Punktesystem, das jede ihrer Aktionen bewertet und für alle individuelle Werte ausspuckt, scheint niemandem so wirklich wohlgesonnen sein…

Die antike Geschichte um die Königin Semiramis wird hier zum gesellschaftlichen Spiegel, getragen von facettenreicher Barockmusik.

Komponisten: Porpora, Händel, Hasse, Monteverdi u.a.

Gefördert wird diese Produktion von der Kulturbehörde Hamburg.

Die Premiere Semiramis sollte eigentlich 2 Tage nach dem Equal-Pay-Day stattfinden (Leider hat der Coronavirus das verhindert).

Der Equal Pay Day (EPD), ist der internationale Aktionstag für Entgeltgleichheit zwischen Frauen und Männern, macht auf den bestehenden Gender Pay Gap aufmerksam und wird in zahlreichen Ländern an unterschiedlichen Tagen begangen. In Deutschland markiert der Aktionstag symbolisch die Lohnlücke zwischen Frauen und Männern. Die durchschnittliche unbereinigte Entgeltdifferenz von 21 % entspricht einem Zeitraum von 77 Kalendertagen im Jahr. Üblicherweise kennzeichnet er in den verschiedenen Ländern rechnerisch den Tag, bis zu dem oder ab dem Frauen unentgeltlich arbeiten würden, wenn sie ab oder bis zu dem Tag den gleichen Lohn wie Männer bekämen. (Quelle Wikipedia)

Daher haben wir uns entschieden, für diese Opernproduktion auch beim Eintrittspreis ein politisches Zeichen zu setzen. Wir wollen auf diese Ungleichbehandlung von Frauen hinweisen und möchten diese zumindest bei einem Besuch dieses Stückes ausgleichen.

Daher bezahlen Frauen in allen Preiskategorien 20% weniger als Männer, was dem Gender-Pay-Gap in etwa entspricht.

Die Männer zahlen den gleichen Preis wie sonst auch im Opernloft und sind uns natürlich jederzeit herzlich willkommen!

Equal Pay Day Webseite besuchen

Das Team Semiramis

    • Freja Sandkamm - Sopran

      Die Sopranistin Freja Sandkamm ist im Norden von Dänemark geboren und aufgewachsen. Seit 2011 wohnt sie in Deutschland und hat in Juli 2017 den Studiengang Master Oper an der HfMT Hamburg absolviert. In Hamburg sang sie bereits in vielen Operninszenierungen, zuletzt als 1. Dame in der Zauberflöte, Cathleen in der Oper Riders to the Sea von Vaughan Williams sowie die Titelpartien in Purcells Dido and Aeneas und Händels Oper Alcina in der opera stabile. Neben den Auftritten im Opernrahmen ist sie häufig als Konzertsängerin tätig und sang bereits in der Laeiszhalle und im Hamburger Michel. Auch im Ausland – u. a. China, Indien, Dänemark – war sie bereits auf Konzertreisen.

    • Amy Brinkmann-Davies - Musikalische Leitung

      Amy Brinkman-Davis wurde in Denver, Colorado, geboren. Sie studierte Klavier und Korrepetition in New York. Nach ihrem Abschluss arbeitete sie unter anderem an der Opera Ithaca und Mobile Opera in Alabama als Korrepetitorin. Anschließend wagte sie den großen Schritt nach München, um Deutsch zu lernen und sich mit der dortigen Theater- und Musikszene auseinanderzusetzen. In München arbeitete sie als Korrepetitorin in der Pasinger Fabrik, am Gärtnerplatztheater und der Akademie August Everding. Dort wirkte sie in zahlreichen Schauspiel- und Musiktheater-Produktionen mit, darunter auch die Realisierung ihrer eigenen musikalischen Version von Hedda Gabler an der Studiobühne der Ludwig-Maximilians-Universität München, in der sie die Regie und Komposition übernahm. Darüber hinaus begleitet sie als Pianistin regelmäßig Liederabende und Konzerte. Seit August 2019 ist sie musikalische Leiterin im Opernloft.

    • Eloise Cénac-Morthe - Mezzosopran

      Eloïse Cénac-Morthé begann bereits früh mit Klavierunterricht, bevor sie sich dem Gesang widmete. Ausgebildet wurde sie zunächst am Konservatorium Henri Duparc in Tarbes (Frankreich). Anschließend wurde sie von Mirella Freni ausgewählt, um ihre Fähigkeiten im Opernstudio in Modena zu perfektionieren.

      Sie sang an verschiedenen Bühnen Italiens, darunter Partien wie Dorabella und Cherubino von W. A. Mozart sowie Rosina und Angelina (La Cenerentola) von G. Rossini. Ebenfalls als Angelina wirkte Eloïse Cénac-Morthé in einer Fassung von La Cenerentola für junges Publikum unter der Leitung von Gernamo Neri mit. Mit dieser Produktion gastierte sie in verschiedenen Städten Italiens, darunter Neapel, Parma, Treviso und Rom.

      Neben ihrer Tätigkeit auf der Opernbühne gibt Eloïse Cénac-Morthé auch regelmäßig Liederabende mit französischen und deutschen Kunstliedern. Dafür bildet sie sich im Rahmen der Académie de mélodies francaises Fauré-Séverac de Toulouse weiter. Außerdem besuchte sie einen Meisterkurs bei Jeff Cohen bei Les Saisons de la voix in Gordes.

      2017 debütierte sie in Deutschland am Volkstheater Rostock. Sie kehrt regelmäßig nach Frankreich zurück, um dort mit dem Pianisten Timothée Hudrisier Liederabende zu geben.

    • Lukas Anton - Bariton

      Der Bariton Lukas Anton ist Opern- und Konzertsänger. Von 2016 bis 2018 sang er im Rahmen des Studiums als 1. Bass im Chor der Semperoper in zahlreichen Produktionen.

      Im Sommer 2018 sang er in einer gefeierten Uraufführung von Gabriele Pott beim Lübecker Kunst am Kai-Festival. 2017 spielte er auf Korfu in einer Produktion von Marcos Derbyshire den Masetto (Don Giovanni). 2016 verkörperte er Theseus in Brittens „A Midsummer Night’s Dream“ am Staatsschauspiel Dresden. Sein Opernschaffen brachte ihn in der Spielzeit 2013/14 an das Staatstheater Osnabrück, wo er den Kanzler in Ernst Tochs „Die Prinzessin auf der Erbse“ sang.

      Seitdem war er mehrfach als Solist verschiedener Uraufführungen Neuer Musik zu erleben. So sang er 2016 die Uraufführung der Barabbas-Passion von Hermann Keller, sowie 2015 eine Uraufführung des Stückes „Lichtenbergs Wörterwelt der Sudelbücher“ von Christian Münch.

    • Claudia Weinhart - Ausstattung

      Claudia Weinhart ist die Ausstattungleiterin im Opernloft. Sie studierte Architektur an der TU München sowie Szenografie in Rosenheim und München. Anschließend sammelte Sie Berufserfahrung in mehreren Architekturbüros im Bereich Werkplanung und Städtebau.

      Die Bayerische Staatsoper München engagierte Claudia Weinhart als Ausstattungsassistentin während der Spielzeiten 1998 bis 2000.

      Neben Gastassistenzen u.a. bei den Bregenzer Festspielen, der Deutschen Staatsoper Unter den Linden und der Nederlandse Oper Amsterdam ist sie als Szenenbildnerin u.a. für Abschlussfilme der KHM Köln tätig.

      Als Bühnen- und Kostümbildnerin arbeitet sie u.a. am Pfalztheater Kaiserslautern, für das freie Landestheater Miesbach, für die Theatergastspiele Kempf GmbH und für die Oper Breslau.

      Ihr Können beweist Claudia Weinhart seit 2007 in vielen Ausstattungen im Opernloft. 2009 erhält sie für das Bühnenbild der Oper "Die Perlenfischer" den Rolf-Mares-Preis.

    • Pauline Gonthier - Mezzosopran

      Die Mezzosopranistin Pauline Gonthier wurde in Frankreich geboren. 2009 schloss sie ihren Bachelor in Musiktheorie an der Sorbonne in Paris ab. Anschließend studierte sie Gesang am Conservatoire de Besançon und schloss ihr Studium 2015 am Konservatorium in Amsterdam ab.

      Seit 2015 ist sie Privatschülerin bei Michaela Schuster. Sie besuchte die Sommerakademie des Mozarteum in Salzburg und nahm an Meisterkursen von Eva Maria Westbroek und Camilla Nylund teil. In Hamburg trat Pauline Gonthier bereits als Hexe in Humperdincks Hänsel und Gretel auf.

    • Timotheus Maas - Bass-Bariton

      Der Niederländische Bassbariton Timotheus Maas sang bereits mit sechs Jahren als Knabensopran solistisch in verschiedenen Chören. Er studierte Gesang am Koninklijk Conservatorium Den Haag. Anschließend setzte er sein Studium an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg fort.

      Tim Maas gibt regelmäßig Liederabende mit den Zyklen Winterreise und Schwanengesang von Schubert sowie Dichterliebe von Schumann oder Songs of Travel von Ralph Vaughan Williams. Im Juli 2016 führte er darüber hinaus Die schöne Müllerin von Schubert in einer szenischen Version auf. Dieses Jahr folgte, ebenfalls inszeniert, Die schöne Magelone von Brahms. Zu seinem Repertoire zählen zudem zahlreiche Oratorien, u.a. die Matthäus-Passion und das Weihnachtsoratorium von Bach, die Partie des Christus in Bachs Johannes-Passion, Händels Messias sowie die Requien von Fauré, Mozart und Brahms.

      Auch auf der Opernbühne sammelte der junge Bassbariton in zahlreichen Rollen, besonders auch im Bereich der zeitgenössischen Musik, Erfahrung. So verkörperte er Rollen wie Don Alfonso in Cosi fan tutte, Papageno in Die Zauberflöte, Antonio in Le nozze di Figaro und die Bariton- Partie in The sound of a voice. Er sang in zahlreichen Uraufführungen, darunter in Rage d’amours von Rob Zuidam, Peter de Grote von Monique Krüs und Inannas Enthüllung von Steve Tanoto.

      2017 debütierte Tim Maas bei den Händelfestspielen in Göttingen und auf der Biennale in Venedig. 2018 war Timotheus als Publio in La cemenza di Tito in der Kammeroper im Rathaushof in Konstanz, als Dottore in La Traviata und als Gremin in Eugene Onegin zu hören. Dieses Jahr verkörpert er am Luzerner Theater die Rolle des Plutone in Ballo dell’ingrate von Monteverdi.

    • Inken Rahardt - Regie

      Inken Rahardt studierte Operngesang in Hamburg und in New York. 2005 machte sie ihr Diplom im Studiengang Kultur- und Medienmanagement in Hamburg. Seit 2007 führt Inken Rahardt Regie. Sie hat u.a. Carmen von Bizet inszeniert, Wagners Tristan und Isolde, Puccinis Tosca sowie Die Winterreise und Heimliches Flüstern. 2010 erhielt Inken Rahardt den Rolf-Mares-Preis für ihre Inszenierung von Händels Tolomeo sowie 2015 für die Inszenierung von Orlando furioso. In der Opernloft-Pause inszenierte sie im Ernst Deutsch Theater Ein Maskenball und Carmen.

      Derzeit laufen ihre Inszenierungen Tosca sowie Der Ring des Nibelungen sehr erfolgreich im Opernloft.

Wir danken der Kulturbehörde Hamburg für die Projektförderung, ohne die diese Produktion nicht möglich gewesen wäre.

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